Berichte aus Roetgen und seiner Umgebung  Roetgener Heimatkunde
HeuGeVe-Roetgen
Rakkesch, das jedem Roetgener bekannte Naturdenkmal, wird hier von Hermine Wolf beschrieben: Dieser Aufsatz erschien 1972 im “Heimatkalender 1972 Kreis Monschau”. Mit freundlicher Genehmigung der Städteregion Aachen können Sie ihn hier noch einmal nachlesen. Anschließend werfen wir einen Blick auf das heutige Rakkesch.
Historischer Waldbestand gerettet Von HERMINE WOLF      Das Naturdenkmal “Rakkesch” im Roetgener Gemeindewald ist gesichert. Die akute Gefahr der weiteren Fäulnis des jahrhundertealten Buchenbestands ist vorbei. Diese Situation hat den Verantwortlichen in den letzten Jahren manche Sorge bereitet. Der Rakkeschwaldplatz ist ein beliebtes Wanderziel für Groß und Klein. Seit 1957 findet hier alljährlich ein vom Ortskartell veranstaltetes groß angelegtes Waldfest statt, das in seiner Beliebtheit einmalig dasteht.    Rakkesch ist ein Distrikt im Roetgener Gemeindewald, ca. ein Hektar groß, ein reizvoller Wiesenplatz, der von 16 mächtigen, hoch in den Himmel ragenden Buchen und Eichen beschattet ist. Die stämmigste Buche hat einen Umfang von 5,10 Meter. Rakkesch liegt von der Ortschaft Roetgen aus gesehen in östlicher Richtung und ist zu erreichen vom Ortsteil Brand aus durch die Grüneplei- und Schleebachstraße oder vom Ortsteil Kreitzenend aus den Kuhberg hinauf. Weitab von jeglichem Straßen- und Verkehrslärm strömt dieses herrliche Fleckchen Eifeler Hochwaldes ein überwältigendes Ausmaß an Ruhe, Stille und Entspannung aus im hektischen Getriebe unseres von der Technik bestimmten Zeitalters. Leider ist der Nachwelt das Alter der mächtigen, - größtenteils Buchen - Bäume nicht erhalten, man schätzt sie auf rund 300 bis 500 Jahre.    Nachdem im Jahre 1956 einer der mächtigen Buchenbäume umgebrochen war, bedeutete dies ein Alarmzeichen für alle Verantwortlichen. Untersuchungen ergaben, daß fast alle Bäume von Fäulnis befallen waren. Um allen Gefahren aus dem Wege zu gehen, um andererseits aber auch Rakkesch als langjähriges Naturdenkmal zu erhalten, veranlaßten Gemeinde- und Forstverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Kreis und dem Amt für Naturschutzmaßnahmen die Restaurierung der alten Buchen- und Eichenbäume. So wurde im Spätsommer 1970 von einer Spezialfirma diese Restaurierungsarbeiten auf Rakkesch durchgeführt. Hierzu sagte Forstamtmann Piskoll vom Gemeindewald Roetgen: ”Im Zuge dieser Schutzmaßnahmen mußten drei Bäume, zwei Buchen und eine Eiche, gefällt werden. An anderen Bäumen wurden kranke und morsche Äste entfernt, die zum Teil vorhandene Weißfäule wurde herausgeschält und die so entstandenen Wunden mit einem Spezial-Lackbalsam behandelt. Dieser bildete eine so genannte künstliche Haut, so daß dort keine Fäulnisbakterien mehr eindringen können. Die stärkste Buche wurde mit einer Betonplombe atmungsaktiv geschlossen.
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